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Benjamin Biolay in Österreich

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jfmoods
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MessageSujet: Benjamin Biolay in Österreich Jeu 29 Oct 2009 - 0:39

Citation :
29.10.2009

Frankreichs Lieblingsschnösel

Wahre Liebe kommt in Moll

Benjamin Biolay und seine 22 Songs zur wahren Liebe.

Ist er der zurückgekehrte Serge Gainsbourg, der Erneuerer des französischen Chansons - oder doch vor allem ein Poser, der mit Versatzstücken der französischen Kultur geschickt zu jonglieren weiß? In Frankreich sorgt das neue Album von Benjamin Biolay mit dem unbescheidenen Titel "La superbe" für hymnische Kritiken. "Le Monde" hat für Biolay gleich die Aufmacherseite reserviert.

Mit großem Gefühl kommt der Pop-Chansonnier diesen Herbst zurück, nachdem er am Album davor hauptsächlich das besungen hat, was Gainsbourg einst mit dem Attribut "Amour physique" versehen hatte. Jetzt geht es bei Biolay um "die wahre Liebe", wie er selbst in Interviews zum Erscheinen des Albums festhielt.

Zu viel vom Leben

22 Songs sind dieser Liebe gewidmet - wieder einmal ist es, wie im Fall des Bestsellers "Negativ" (2003), ein Doppelalbum, auf dem Biolay seine Fähigkeit, zu Moll-Akkorden lang gezogene Streicherarrangements zu setzen, zelebriert. Dazu singt ein 36-Jähriger, dessen Stimme schon so klingt, als hätte er eine Spur zu viel gelebt. Und mittlerweile drückt auch Biolays Optik dieses Zu-viel-des-Lebens aus.

Möglicherweise sind dem Mann aus Villefranche-sur-Saone die Rollen, die man ihm medial zugedacht hatte, zu viel geworden. Da war er Gainsbourg, ein bisschen Alain Delon, da war seine kurze (und offenbar schwer zu verarbeitende) Ehe mit Chiara Mastroianni, die in Videoclips und Duettauftritt ausgiebig ausgewälzt wurde.

Da war der Komponist und Arrangeur, der Alben zu Gold machte, der mit Henri Salvadore ebenso arbeitete wie mit Carla Bruni. Und jetzt ist er auch noch so etwas wie eine politische Stimme geworden, zum Kommentator des Sarkozy-Frankreich.

Das gebrochene Weiß

Auf seinem neuen Album taucht Biolay in gewisser Weise zurück zu der Herbststimmung seiner Debütarbeit "Rose Kennedy", bei welcher der Opener "November für das ganze Jahr" beschwor und der Himmel bestenfalls in "gebrochenem Weiß" über der Seele lag.

Jetzt begibt sich Biolay noch tiefer in die Gefühle hinab. Die Reise führt hinein in Zustände, gegen die nur Angsthemmer oder Stimmungsaufheller wirken, was Biolay mit zahllosen Anspielungen belegt. Das Album solle wie ein Film ablaufen, wünscht sich Biolay, und so muss alles in akustischem Cinemascope ausgewälzt werden.

Schreiend und sanft zugleich

Für den "Figaro" war zuletzt gewiss, dass es sich beim neuen Album von Biolay um eine der besten französischen Produktionen des Jahres handelt. Man höre Einflüsse von New Order bis Morrissey (die Biolay selbst in Interviews gerne herstellt), und das Album oszilliere zwischen schreienden Gitarren und "herzzerreißende Balladen".

Auf der Bühne kann man Biolay meist in kleinen Sälen sehen - dann wechselt "Monsieur negatif" zumindest im Auftreten die Tonart und spielt die traurigen Nummern auch mit Selbstironie.

Die Suche nach dem Leben in der Kunst

Doch wer glaubt, es gebe aktuell einen Bruch zwischen Autor und lyrischem Song-Ich, der wird von Biolay eines Besseren belehrt. "Lange Zeit", zitiert ihn "Le Monde", "war ich wie ein Cineast, der sich weigert, sein Werk mit seinem intimen Leben in Verbindung zu bringen - das hat wohl einige Missverständnisse hervorgebracht."

Vielleicht werden seine Hörer bei solchen Aussagen neben den allgemeinen Botschaften zu den Wahrheiten der Liebe Schlüsselszenen aus der Biografie des Musikers suchen. Wichtig genug scheint diese Biografie Frankreichs Medien allemal zu sein.

Gerald Heidegger, ORF.at


-> http://orf.at/091023-43968/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F091023-43968%2F43969txt_story.html

Le bêcheur préféré des Français... Si j'en trouve le courage, je vous résumerai tout cela... En attendant, bonne nuit à tous !
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